Strössendorf
Hoch über dem Mainufer liegt weithin sichtbar, eingerahmt von hohen Bäumen, das bezaubernde Ensemble von Schloss und Kirch von Strössendorf.
Die Gegend um Strössendorf muss schon in der Bronzezeit (2000 - 1000 v. Chr.) besiedelt gewesen sein. Ein Hügelgrab zwischen Strössendorf und Zeublitz, in dem Messer sowie ein Beil aus Bronze gefunden wurden, zeugen davon. Auf dem Strössendorfer Hausberg, dem Külmitz, sind Wallanlagen gefunden worden, die aus der Keltenzeit stammen. Um die Zeitwende lebten hier germanische Stämme. Im 6. Jahrhundert nahmen die Franken nach und nach Besitz; ungefähr zur selben Zeit drangen slawische Stämme ein. Möglicherweise diente die Burg dem Schutz des Mainüberganges an dieser Stelle. Eine Brücke wird erstmals 1774 erwähnt.
Gesichert ist, dass es der Erbauer der Anlage, Rudolf von Widence (= Weidnitz) war, der Strössendorf 1180 an das Kloster Langheim verkaufte, in dessen Besitz es bis 1301 verblieb.
In diesem Jahr kaufte Gundeloch Marschalk von Kunstadt die Burg. Von 1404 bis 1858 war sie dann Eigentum der Familie der Schaumberg. In dieser Zeit ist die Burg durch rege Bautätigkeit nach und nach in das heutige Schloss verwandelt worden. 1858 wurde es an die Familie von Seckendorff-Aberdar verkauft, in deren Besitz es sich bis heute befindet.
In der Reformationszeit wurde Strössendorf protestantisch und blieb es auch nach 1648. Im Friedensvertrag von Münster und Osnabrück ist dies namentlich bestätigt.



