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60 Jahre Zeublitzer Kapelle

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Am 2. Juni 1957 feierten die Zeublitzer ihre erste richtige Kirchweih und so viele Menschen wie an jenem strahlenden Sonntagmorgen hatte die kleine Ortschaft wohl noch nie zuvor gesehen. So wurde vor 60 Jahren in der Ortschronik berichtet. Viele fleißige Hände haben sich geregt, um die kleine Kirche in Zeublitz zu bauen. Die Idee für ein Gotteshaus gab es schon zehn Jahre vorher.

Nach einer Dorfbesichtigung im Jahr 1947 versprach der Lichtenfelser Landrat Dr. Max Jüngling dem Zeublitzer Bürgermeister Johann Deuerling seinen Einsatz für einen Kapellenbau. Leider fehlte es in den Nachkriegsjahren am nötigen Material. Das Vorhaben wurde jedoch nicht fallengelassen, im Gegenteil, bald war es im Dorfwirtshaus das beherrschende Thema. Nicht nur Finanz- und Materialsorgen plagten dabei die Zeublitzer. Die Frage des Standorts sorgte mittlerweile für manch heißen Disput. Endlich war man sich einig. Nach Grundstückstausch und Abfindung stellte Landwirt Georg Will sein Grundstück in der Ortsmitte zur Verfügung. Die Scheune, die sich darauf befand, war bald abgerissen. Um das Vorhaben kontret umzusetzten wurde am 4. Januar 1955 in der Gastwirtschaft Bornschlegel der „Kapellenbauverein Zeublitz“ ins Leben gerufen.

Nach Plänen des Bamberger Ingenieurs Dietz führte die Hochstadter Firma Löppert den Bau aus, wobei die Zeublitzer kräftig mit anpackten. Im Herbst 1956 konnte Richtfest gefeiert werden und im Frühsommer 1957 war die 10 m lange und 8 m breite Kapelle mit ihrem 15 m hohen Turm fertiggestellt. Innen wurde über dem Altar aus Dirollstein ein schlichtes Holzkreuz angebracht, auf der rechten Seite eine Statue der Mutter Gottes – der Kirchenpatronin – und links das Kriegerdenkmal für die Zeublitzer Gefallenen.

Weihe der Kapelle am 2. Juni 1957

So feierten die Zeublitzer am 1. Junisonntag ihre Kirchweih. Nach einer feierlichen Prozession, ausgehend vom Anwesen Will, konnte Bürgermeister Johann Deuerling,  denn Zeublitz war eine selbständige Gemeinde, vor der Kapelle den Gemeinderat, Landrat Dr. Max Jüngling aus Lichtenfels, die Amtskollegen aus den Nachbargemeinden, die Altenkunstadter Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Hanns Leikeim an der Spitze und als Vertreter der Geistlichkeit Pfarrer Georg Lang aus Altenkunstadt, Pater Dr. Georg Köstner, gebürtig aus Burkheim, sowie Kuratus Konrad Kraus aus Weismain begrüßen.

Im Anschluss an die Weihe feierten die drei Geistlichen zusammen mit allen Anwesenden den ersten Gottesdienst für alle Lebenden und Verstorbenen von Zeublitz. Der von Pfarrer Georg Lang eingangs zitierte Bibelvers sollte den ganzen Tag über Geltung behalten: „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Da lasst uns frohlocken und fröhlich sein!“ – Zeublitz feierte Kerwa und die Freude war den ganzen Tag über zu spüren. Die Flößerkapelle Neuses spielte auf, ein Karusell war da und natürlich auch der „Sachsen-Fritz“ mit seinem Zuckerstand aus Altenkunstadt. Auf dem Tanzboden im Dorfwirtshaus Bornschlegel fand dieser geschichtsträchtige Tag einen schwungvollen Abschluss.

Im Laufe der Jahre gab es innerhalb und außerhalb der Kapelle noch etliche Erneuerungen: 1960 wurden Messgewand und Kelch angeschafft. Am 19. März 1963 konnte ein Franziskanerpater aus Vierzehnheiligen den neuen Kreuzweg einweihen. Auf seiner 17. Generalversammlung, am 26. Januar 1972, beschloss der Kapellenbauverein, ein elektrisches Geläute anzuschaffen. So wurde das pünktliche Läuten gewährleistet. Vorher kam es schon ab und zu mal vor, dass das Gebetläuten nicht auf die Minute genau erfolgte. Denn die Bauern kamen nicht immer pünktlich vom Feld nach Hause oder es wurde einfach auch mal vergessen.

Die darauf folgenden Jahre wurde im kleinen Rahmen die jeweilige Kirchweih gefeiert. Vor allem kamen die Verwandten am Kirchweihsonntag vorbei. Die Kinder spielten auf der Wiese und später auf dem Bolzplatz Fußball und der eine oder andere Kirchweihbesucher verirrte sich im 60-Seelen-Dorf. Jahr für Jahr kam immer wieder auf seinem „Drahtesel“ der bekannte Sattler mit seinem langen Bart aus Aldenkuschd zu Besuch und beschenkte die Kinder auf der Straße mit Bonbons. Einige kleinen Kinder hatten vor den ungewöhnlich aussehenden, aber herzensguten Mann Angst und wollten die Geschenke nicht annehmen.

Anekdoten um die Zeublitzer Kapelle 

Es wurden aber noch weitere Anekdoten rund um die Zeublitzer Kapelle  erzählt. So wählte der früherer Pfarrer Lang aus Altenkunstadt bei seinen wenigen Gottesdiensten mit seinem Auto in den 60ziger Jahren den Weg über Burkheim nach Zeublitz, obwohl die Strecke über Strössendorf viel kürzer war. Damals war das Wort Ökumene  für den katholischen Geistlichen noch ein „Fremdwort“ und so vermied er es, durch das protestantische   Strössendorf zu fahren. Doch einmal war der Weg nach Burkheim durch Straßenarbeiten versperrt. Also blieb nur die Durchfahrt von Strössendorf übrig. Als er mit dem Messner und Ministranten durch das lutherische Dorf fuhr, wurde die Fahrt jäh durch eine Reifenpanne gestoppt. Selbstverständlich halfen die Strössendorfer den aufgebrachten  katholischen Pfarrer und er konnte bald seine Reise fortsetzen. Doch Pfarrer Lang fuhr niemals mehr über Strössendorf zu seinen katholischen „Schäfchen“ in Zeublitz. Diese Geschichte wurde viele Jahre danach immer wieder bei der Kirchweih in Zeublitz vom bekannten Messner „Heiner“(Heinrich Dorsch) aus Aldenkuschd erzählt, denn seine Frau stammte aus Zeublitz.

Erst 25 Jahre später gab es das erste Festwochenende und es wurde die 25. Wiederkehr der Kapellenweihe vom 4. bis 7. Juni 1982 feierlich begangen. Sogar eine kleine Festschrift gab der Kapellenbauverein und Josef Motschmann heraus.

Als das Gemeinschaftshaus 1998 errichtet wurde, musste man die Umfassungsmauer entfernen. Die Eingangstür zur Kapelle wurde mit einem Vordach versehen. Eine gebrauchte Orgel hatte man bereits Mitte der 1990er Jahre für die Kapelle angeschafft. Nach einer Außenrenovierung im Jahr 1999 führte man in den Jahren 2003/04 eine Innenrenovierung der Kapelle durch. Eine Sitz-Heizung und die Polsterung der Kniebänke erleichtern seither den Aufenthalt im Gotteshaus.

Vor zehn Jahren gab es vom  2. – 4. Juni 2007 zu  „50 Jahre Zeublitzer Kapelle“ ein Jubiläumsfest mit Festkommers und Ehrungen, einer Waldlermesse und einen historischen Rundgang mit Josef Motschmann. Die Besuchen wurden nach den Frühschoppen mit Fränkisches Mittagessen bis hin zu Kerwes-Krapfen bewirtet. Zu diesem runden Ereignis gab der Kapellenbauverein und Josef Motschmann eine weitere Festschrift heraus.

Zum Schluss dürfen wir noch einen Blick darauf werfen, wie sich das religiöse Leben vor dem Kapellenbau abspielte. Das Dorf Zeublitz gehört seit seinen Anfängen zur alten Urpfarrei Altenkunstadt. Das religiöse Leben spielte

sich in den Wohnhäusern ab, so das gemeinsame  Rosenkranzgebet an den Tagen zwischen Todeseintritt und Beerdigung. Die Alten konnten sich noch daran erinnern, wie sie als Kinder Sonntag für Sonntag mit ihren Eltern zum Kirchweg nach Altenkunstadt aufgebrochen waren. Dieser führte über den Külmitz durch den Wald, aus dem man erst bei der Altenkunstadter Nagelfabrik an der Weismainer Straße wieder herauskam. Als dann die ersten Fahrräder zu haben waren, radelte man über Strössendorf ins Pfarrdorf.

Meine Mutter erzählte mir, dass sie später das einzige Fahrrad im Elternhaus nicht benutzen durfte, denn es musste ja „geschont“ werden. So lief sie als Jugendliche am Sonntag weiterhin zur Sonntagsschule und durfte sich nach dem Unterricht bei ihrer Altenkunstadter Mitschülerin in der Klosterstraße aufwärmen und erst danach trat sie den einstündigen Fußmarsch wieder nach Zeublitz an. Wie es der Zufall wollte, wurde nach der Heirat  ihre Freundin Anni ihre Nachbarin.

Andreas Motschmann

zeublitzer kapelle

Die Geistlichkeit bei der Einweihung am 2. Juni 1957 - Pfarrer Georg Lang aus Altenkunstadt (Mitte), Pater Dr. Georg Köstner, gebürtig aus Burkheim (links), sowie Kuratus Konrad Kraus aus Weismain (rechts)

zeublitzer kapelle heute

Die Zeublitzer Kapelle im Jahre 2017 (Foto: Jutta Löbling)

 


Die Dorfgeschichte von Zeublitz

von Josef Motschmann

Um 600 sind vom Osten her nach und nach Slawen in unsere Gegend eingewandert, meist Sorben, teilweise auch Tschechen. Die „slawische Ecke“ im heutigen Gemeindegebiet von Altenkunstadt liegt rund um Zeublitz. Als älteste Ortsbezeichnungen sind uns Cibilze (1034), Ciblice (1136), Cybilz (1251) und Zeibelcz (1323) überliefert. Ortsnamenforscher sind sich ziemlich sicher, dass das slawische „cibule“ für „Zwiebel“ im Ortsnamen von Zeublitz enthalten ist. Auch die Anlage des Dorfes als „slawischer Rundling“ erinnert an sorbische Tradition, wie wir sie heute noch in der Lausitz zwischen Bautzen und Kamenz antreffen können. Ebenso verweisen die Bergnamen Külmitz, Kreibitzen und Kordigast sowie der Ortsname Trebitzmühle auf slawische Namensgebung. Im Verlauf des Mittelalters vermischte sich die slawische mit der fränkischen Bevölkerung. 

Besitz der Klöster Michelsberg und Langheim

Aus dem Jahr 1034 ist die erste urkundliche Erwähnung überliefert. Unter den Wohltätern des Klosters Michelsberg in Bamberg werden ein Graf Reginboto und dessen Gemahlin Adela aufgeführt. Diese hatten dem Kloster „zwei Herrschaftsgüter, nämlich Betestat und Cibilze“ vermacht. 1136 gehört  das Dorf  „Ciblice“ immer noch zum Besitz des Klosters Michelsberg, desgleichen 1251. Über 300 Jahre zählte Zeublitz zum Kloster Michelsberg, ehe es im Jahr 1350 unter Langheimer Einfluss geriet. Am 4. September 1350 bekundet Bischof Friedrich, dass „die Gebrüder Eyring Ritter und Theoderich von Redwicz den Zehnt der Neubrüche, gelegen in der Markung des Dorfes Zibels und des Dorfes Stresendorf mit seinen Zugehörungen ... andererseits unter sich vertauscht haben und um Bestätigung des Tausches und Incorporierung des Zehntes an das Kloster baten.“ Bischof Friedrich bestätigte den Tausch und schenkte den Zehnt der Neubrüche „für immer“ dem Kloster Langheim. Im ältesten Urbar des Zisterzienser-Klosters wird dies ebenfalls aufgeführt. Dort treffen wir auf die Schreibweisen „Zeiblicz“ und „Czeyblic“. Außerdem erhielt Langheim 1390 einen Neureutzehnt und um 1530 den ganzen Zehnt in Zeublitz. Diese Rechtsverhältnisse galten bis zum Jahr 1803, als das Kloster Langheim im Rahmen der Säkularisation aufgehoben wurde.

Dorfbeschreibung im Jahr 1801

Eine Dorfbeschreibung aus dem Jahr 1801 dokumentiert die Herrschaftsverhältnisse und Zugehörigkeiten, wie sie seit Jahrhunderten – mit geringfügigen Änderungen – bestanden hatten. Sie ist der „Historischen und topographischen Beschreibung des Kaiserlichen Hochstiftes und Fürstenthums Bamberg“ entnommen. Verfasser war Johann Baptist Roppelt, Benediktinermönch im Kloster Banz:

„Zeublitz liegt zweieinhalb Stunden oberhalb von Lichtenfels und eine halbe Stunde unter Burgkunstadt, hat ein Gemeinde-Hirtenhaus, eine Gemeinde-Schmiede und elf andere Häuser und Städel. Alle hohe und niedere Gerechtsame sind Fürstlich, der todte und lebendige Zehend gehört dem Kloster Langheim. Der Ort pfarrt nach Altenkunstatt.“ 

Gemeindesitz mit Spiesberg und Trebitzmühle, 1818 - 1972

Nach der Eingliederung des Fürstbistums Bamberg in das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern 1802 und der Auflösung des Klosters Langheim 1803 wurde Zeublitz im Jahr 1818 zusammen mit Spiesberg und der Trebitzmühle eine selbstständige politische Gemeinde. Der Gemeindesitz wurde deshalb nach Zeublitz verlegt, weil 1818 in Zeublitz 14 Anwesen mit 78 Einwohnern und in Spiesberg nur 11 Anwesen mit 56 Einwohnern registriert wurden. Zeublitzer Bürger stellten meist auch den Bürgermeister, ab und zu kam er aus Spiesberg. Im 20. Jahrhundert sind folgende Bürgermeister überliefert: Jakob Bornschlegel, HsNr. 4, Johann Will, HsNr. 12, Matthäus Deuerling, HsNr. 5, Georg Schardt aus Spiesberg und schließlich der letzte Bürgermeister der Gemeinde Zeublitz, Johann Deuerling, HsNr. 5, von 1945 bis 1972 im Amt. Seit 1. Juli 1972 ist Zeublitz ein Gemeindeteil von Altenkunstadt.

 

Schulen in Burgstall. Pfaffendorf, Wolfsloch und Altenkunstadt

Im Pfaffendorfer Schulnotizenbuch können wir entdecken, dass Zeublitzer Kinder zu Beginn des 19. Jahrhunderts zusammen mit Kindern aus Spiesberg und Burgstall eine „Winckelschule“ in Burgstall besuchten. Der Unterricht in solchen Privatschulen war den „offiziell bestallten“ Lehrern immer ein Dorn im Auge, wurde er doch von meist unqualifizierten Lehrern abgehalten. Von 1820 bis 1864 mussten die Zeublitzer Kinder die Schule in Pfaffendorf besuchen, die im Jahr 1806 im Haus neben der Kapelle eingerichtet worden war.

                                                                                                                                                                                                                  Seit 1864 führte dann der Schulweg der Zeublitzer Kinder über 100 Jahre hinweg nach Wolfsloch. Neben den Kindern aus Wolfsloch, Burgstall und Zeublitz mussten sogar die Hochstadter Kinder bis zum Jahr 1897 die Wolfslocher Schule besuchen, ein Zeichen dafür, dass sich Bedeutung und Anziehungskraft von Ortschaften im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder ändern können. Seit 1970 werden die Zeublitzer Kinder jeden Morgen vom Schulbus nach Altenkunstadt abgeholt. Die Zeit, als man sich an kalten Wintermorgen „a bo haaßa Örbfl zwische die Henschich“ steckte, um damit den Schulweg anzutreten, ist vorbei.

Skizzen aus dem Dorfleben

Der Umsicht ihrer Vorfahren vor 200 Jahren hatten es die Zeublitzer zu verdanken, dass sie bei der Auflösung des Klosters Langheim im Jahr 1803 nicht zu kurz kamen. Etliche Hektar Wald im Steinbrunn und auf dem Külmitz fielen dabei in ihre Hände. Dieses Gemeindeholz gehört seitdem sieben Bauern, nämlich den Besitzern der Hausnummern 1, 4, 5, 6, 9, 10 und 12. Der Stolz über die geschickte Diplomatie und das schnelle Zugreifen der damaligen Einwohner wurde gerne an die nachfolgenden Generationen weitergegeben, wie Altbürgermeister Johann Deuerling dem Verfasser erzählte.

Die beiden Weltkriege forderten auch in Zeublitz ihre Opfer. Aus dem Ersten Weltkrieg 1914 – 1918 kamen die Brüder Andreas und Konrad Deuerling nicht mehr zurück. Zu den Gefallenen des Zweiten Weltkriegs 1939 – 1945 zählten Hans Bornschlegel, Georg Göring und Paul Kurz. Eine Gedenktafel in der Kapelle erinnert an sie. Suchten in den letzten Kriegsjahren etliche Verwandte aus den bombardierten Städten im alten Heimatort Schutz, so fanden nach Kriegsende zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Zeublitz eine erste Unterkunft. Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Landkreis Lichtenfels lag ihr Anteil im Jahr 1950 sehr hoch, nämlich bei 45,1 Prozent der Einwohner.

Mit der ersten Mähmaschine im Anwesen Nr. 5 (Deuerling) kehrte 1914 der technische Fortschritt bei den Zeublitzern Bauern ein, heute sind sie mit den modernsten Geräten ausgestattet. Die Flurbereinigung wurde zwischen 1970 und 1982 durchgeführt. Um 1965 wurde der Wirtshausbetrieb im Anwesen Nr. 8 (Bornschlegel/Vogel) eingestellt, was nicht nur die Zeublitzer bedauerten. 1998 sorgte man gemeinsam für „Ersatz“. Neben der Kapelle wurde das „Haus der Dorfgemeinschaft“ errichtet.

Der Straßenbau brachte so manchen Gesprächsstoff im Zeublitzer Gemeinderat. Anfang der 1960er Jahre wurden die Verbindungsstraßen nach Strössendorf, Spiesberg und Wolfsloch ausgebaut. Bedingt durch ständige Erdbewegungen am Leitanger musste Ende der 1970er Jahre die Straße nach Strössendorf über die Trebitzmühle neu angelegt werden. Diese Aufgabe oblag aber bereits dem Gemeinderat in „Aldnkuuschd“. Folgende Bürgermeister waren seit der Eingemeindung im Jahr 1972 auch für die Zeublitzer zuständig: Fred Hermannsdörfer, Bürgermeister von 1972 bis 1987, Eugen Braun von 1987 bis 1996 und Georg Vonbrunn seit 1996.

Lebten bei der Gemeindegründung 1818 in Zeublitz 78 Menschen, waren es im Jahr 1950, bedingt durch den hohen Anteil der Heimatvertriebenen, 93, so ist in den letzten Jahrzehnten die Einwohnerzahl stabil geblieben. 1977 hatten 54 Personen ihren Wohnsitz in Zeublitz, 2007 waren es 56.

Hausgeschichten

Anfang des 19. Jahrhunderts zählen wir in Zeublitz 14 Anwesen, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts treffen wir dann auf zwölf Hausnummern.

HsNr. 2 ist nicht mehr vorhanden und auf dem Platz von HsNr. 3, ehemals Gemeinde-Schmiede, steht heute das Anwesen „Zum Hundsrück 8“ (Wiehle).

Das Hirten- und Gemeindehaus, HsNr. 7,  musste 1974 der Straßenerweiterung weichen. Laut Denkmalbehörde sind die Anwesen Nr. 1, 4, 5 und 6 zweigeschoßige Wohnstallbauten aus der Zeit um 1750 bis 1770.

Die ausführlichen Hausgeschichten, vom gleichen Verfasser zusammengestellt, können in der Broschüre zum 25-jährigen  Kapellenjubiläum aus dem Jahr 1982 nachgelesen werden. Seither wurden das „Haus der Dorfgemeinschaft“ im Jahr 1998 und das Anwesen „Zur Mühle 5“ (Kießling) im Jahr 2000 neu errichtet.

Ein ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis wurde in der Broschüre zum 25-jährigen Kapellenjubiläum 1982 vom Verfasser erstellt. Meiner Mutter, Maria Motschmann, geb. Bornschlegel, einer gebürtigen Zeublitzerin, bin ich für ergänzende Hinweise sehr dankbar.  

 

Notrufzentrale

Bei Lebensgefahr wählen Sie sofort den Notruf unter 112
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